So funktionieren die BILSTEIN Camper Stoßdämpfer für Wohnmobile

Technologie & Wissen
März 3, 2023 6 min

Einfach entspannt im Camping-Urlaub ankommen

Auf die B6-Camper-Stoßdämpfer von BILSTEIN scheinen Wohnmobil-Besitzer nur gewartet zu haben. Das legen zumindest die rege Kunden-Nachfrage und das positive Feedback der Fachpresse nahe. Matthias Becker, der an der Produktentwicklung beteiligt war, weiß ganz genau, warum. Immerhin ist er selbst Eigentümer eines Camper-Vans auf Basis des Citroën Jumper: „Bereits vom ersten Tag an empfand ich das serienmäßige Fahrverhalten als schwierig. Das ist sehr unbefriedigend, gerade wenn man weiß, wie es besser geht.“

Das Grundproblem ist bei nahezu allen auf dem Markt erhältlichen Wohnmobilen, dass diese auf einfachen Transporter-Chassis aufgebaut werden. Folglich „erben“ sie auch deren Fahrwerk-Setup und das ist für Camping-Anwendungen schon wegen des unterschiedlichen Beladungsprofils alles andere als ideal.

Während ein normaler Kastenwagen mal voll, mal leer unterwegs ist, sind Camper durch die festen Einbauten eigentlich immer zu 75 Prozent beladen unterwegs. Komplett „urlaubsreif“ sind es inklusive Gepäck, Fahrrad und Co. auch gerne mal um die 100 Prozent. Und genau hier setzen die neuen Hochleistungs-Stoßdämpfer BILSTEIN B6 Camper an. Ihr spezielles Setup ergibt ein Sicherheitsplus bei Seitenwind und in Kurven durch optimale Bodenhaftung und ein intensiveres Fahrerlebnis mit präzisem Handling. Gleichzeitig stellt sich mehr Fahrkomfort ein. Hierzu trägt die Reduzierung der Fahrgeräusche durch bessere Dämpfung genauso bei wie die Komfortsteigerung durch das optimierte Abrollverhalten auf Kopfsteinpflaster und an Bahnübergängen.

Leistungsfähige Stoßdämpfer für Kastenwagen-Ausbauten und teilintegrierte Wohnmobile

„Dass es bei Camper-Stoßdämpfern einen großen Bedarf geben würde, zeigten uns regelmäßige Kundenanfragen, aber vor allem auch die stetig wachsenden Zulassungszahlen im Wohnmobil-Segment“, so Becker. Da weit über die Hälfte aller Wohnmobile in Europa auf dem Fiat Ducato aufbauen, konzentrierten wir uns zunächst auf diese Plattform (ab Baujahr 2006) sowie die technisch eng verwandten Transporter-Modelle Citroën Jumper und Peugeot Boxer.

Berücksichtigt wurden bei der Entwicklung dabei sowohl Kastenwagen-Umbauten als auch teilintegrierte Wohnmobile. Der BILSTEIN Fahrversuch nimmt aber bereits weitere Fahrzeugmodelle wie den Mercedes Sprinter und den Ford Transit unter die Lupe. Denn die Lieferzeiten für Ducato und Co. sind sehr lang geworden. Wohnmobil-Hersteller und DIY-Projekte ziehen deshalb immer öfter auch andere Fahrzeug-Plattformen unter Betracht.

Keine Eintragung nötig

„Damit sich der Einbau unserer Fahrwerk-Lösung auch bei kleinem Budget oder älteren Fahrzeugen lohnt, haben wir von Anfang an auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gesetzt und uns für eine reine Dämpfer-Lösung entschieden“, blickt Matthias Becker zurück: „Hinzu kommt, dass wir in diesem Bereich einfach unsere Kernkompetenz sehen.“

Diese Entscheidung macht das B6-Camper-Upgrade nicht nur in der Anschaffung günstiger als ein Komplettfahrwerk, sondern hält auch die Einbaukosten niedriger. Auch eine Eintragung in die Fahrzeugpapiere ist beim B6 Camper nicht nötig – genau wie beim noch leistungsfähigeren B6 Camper Advanced.

Zwei Dämpfungskennlinien im BILSTEIN B6 Camper Advanced

Und dieser bringt Premium-Feeling in die Welt der Wohnmobile. Matthias Becker erläutert die Vorzüge des BILSTEIN B6 Camper Advanced und gibt Einblicke in die Entwicklungsgeschichte: „Für besonders anspruchsvolle Kunden wollten wir eine Option mit unterschiedlichen Kennlinien realisieren. Nur so lässt sich der Spagat zwischen Komfort und Fahrsicherheit wirklich meistern. Ein elektronisch geregelter Dämpfer schied jedoch aus Kostengründen und aufgrund der Eintragungsproblematik aus. Zudem ist der Einbauaufwand deutlich höher und anspruchsvoller. Mit der ursprünglich bereits in zweiter Generation für den Serieneinsatz bei PKW entwickelten DampMatic lag jedoch genau die richtige Technik im Regal. Denn sie bietet zwei unterschiedliche Kennlinien und ist trotzdem rein mechanisch aufgebaut.“

Beim BILSTEIN B6 Camper Advanced handelt es sich um einen Hochleistungsstoßdämpfer mit amplitudenselektiver Dämpfung. Eine der beiden vorhandenen Kennlinien wählt der Stoßdämpfer dabei komplett automatisch aufgrund der durch die von der Straße übermittelten Schwingungen. Je nach Stärke öffnet oder schließt sich ein Bypass, was den Widerstand für das Öl im Dämpfer verändert.

Wohnmobile fahren jetzt komfortabler, sicherer und präziser

„Das Ergebnis hat mich im BILSTEIN Fahrversuch sofort überzeugt und nach Produktfreigabe war mein Wohnmobil eines der ersten, bei denen der Advanced eingebaut wurde.“

Begeistert sich BILSTEIN-Profi Becker

Becker weiter: „Dieses geniale System ermöglicht eine weiche Kennung bei niedriger Dämpferkolben-Geschwindigkeit und eine straffe bei hoher. Kompromisse beim Setup gehören somit der Vergangenheit an. Ich kann mit dem B6 Camper Advanced komfortabel cruisen und im nächsten Moment einem plötzlich auftauchenden Hindernis spursicher ausweichen. Auch bei Seitenwind auf der Autobahn macht sich der Dämpfer hervorragend.“

Entwicklung und Abstimmung gestalteten sich äußerst komplex. „Auf dem Nürburgring und in unserem eigenen Testcenter auf der Teststrecke Papenburg überprüfen unsere Fahrer in Tausenden von Arbeitsstunden, wie sich die Fahrwerkkomponenten in verschiedensten Fahrsituationen verhalten. Auch unterschiedlichste Fahrzeugkonfigurationen werden dabei berücksichtigt. So gliedert sich die Ducato-Familie in Light- und Heavy-Chassis, wobei nicht nur die Auslegung der Federn anders ist, sondern auch unterschiedlich viel Bauraum für die Stoßdämpfer bleibt. Es gibt deshalb Konstellationen, bei denen der Advanced nur an der Vorderachse zum Einsatz kommt und hinten der normale B6 Camper. Zudem haben wir neben Kastenwagen-Ausbauten selbstverständlich auch teilintegrierte Wohnmobile berücksichtigt“, erläutert BILSTEIN-Profi Becker. 

Weitere Camper Stoßdämpfer bereits in der Pipeline

Die nächste „harte Nuss“, die es zu knacken gilt, sind die Vollintegrierten. Hier wird es hinsichtlich Maßen und Gewichten dann noch komplizierter. Hinzu kommt, dass hier neben den Serien-Chassis auch Sonderrahmen von Drittherstellern stark verbreitet sind. Weiterhin ist zu beachten, dass in einigen Modellen bereits ab Werk eine Luft- oder Luftzusatz-Federung verbaut ist, bei der eine Umrüstung keinen Sinn stiften würde.

Parallel schaut sich BILSTEIN deshalb auch eine Klasse kleiner um: Camping-Busse à la VW T6.1 sind eine weitere Anwendungsmöglichkeit. Hier hat Matthias Becker einen Tipp, wie sich das Fahrverhalten schon heute verbessern lässt: „Bei einigen Fahrzeugen ist als Upgrade-Lösung bereits der normale BILSTEIN B6 verfügbar. Er ist zwar nicht minutiös auf Camper optimiert, bringt jedoch auch so schon enorme Vorteile in puncto Fahrverhalten mit sich. Umgekehrt sind die bereits existierenden BILSTEIN B6 Camper und B6 Advanced auch für einige „Handwerker-Autos“ eine Empfehlung. Ist das Fahrzeug, etwa durch Einbauten wie Werkzeugschränke, stets schwer beladen unterwegs, ergibt diese Konstellation Sinn.“

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